Stiftung Wings of Hope Deutschland
- Ansprechpartner:in: Atran Youkhana
- Organisation: Stiftung Wings of Hope Deutschland
- Themen: Demokratie und Partizipation, Europa und Internationales, Gesundheit, Bürger- und Menschenrechte
- Zielgruppen: Kinder und Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Sonstige
- Ort: München
„Ich verstehe jetzt noch besser, dass die Entmenschlichung die Hauptursache für die Probleme in so vielen Teilen der Welt ist. Nur durch Mitgefühl können wir einander wirklich verstehen.“ - Teilnehmerin der Sommerakademie
Die Sommerakademie für interkulturellen Dialog ist ein Projekt aus der Friedens- und Dialogarbeit der Stiftung Wings of Hope. Seit 2007 kommen jedes Jahr 25 junge Menschen aus Bosnien und Herzegowina, Kurdistan-Irak, Palästina und Israel und aus Deutschland zu einem zweiwöchigen Begegnungsprogramm in den bayerischen Alpen zusammen. Die jungen Frauen und Männer im Alter von 18-26 Jahren lernen von- und miteinander, wie ein Zusammenleben in Vielfalt gelingen kann und wie man trotz aller Unterschiede im Dialog bleibt. In interreligiösen Impulsen suchen sie nach Gemeinsamkeiten und üben sich im Perspektivwechsel. In Workshops und Seminaren gehen sie der Frage nach, wie kollektive Traumata ihre Identitäten und Gesellschaften prägen und wie eine gute Erinnerungskultur zur Versöhnung beitragen kann. Nach der Sommerakademie bringen sie die neuen Impulse in die Arbeit in ihren Jugendnetzwerke und Gemeinden ein. Die Einzigartigkeit des Projekts liegt darin begründet, dass sich hier junge Menschen aus verschiedenen Konfliktregionen und aus Deutschland, die sonst keine Möglichkeit zur Begegnung hätten, in einem geschützten Rahmen treffen können. Es kommen Ehrenamtliche aus fünf Ländern mit den unterschiedlichsten Hintergründen und Erfahrungen zusammen und sprechen über Wege zu Versöhnung und Frieden. Außergewöhnlich ist auch, dass sich hier auch junge Menschen aus Palästina und Israel begegnen, um über eine friedlichere Zukunft nachzudenken. Innovativ an der Sommerakademie ist außerdem der Zugang über das Thema der gemeinsamen traumatischen Erfahrungen und die Frage, wie kollektive Traumata Identitäten und Gesellschaften prägen bzw. wie eine gute Erinnerungskultur zur Versöhnung beitragen kann.