Bunt wie der Regenbogen
- Ansprechpartner:in: Juliane Brauer
- Organisation: Max-Planck-Gymnasium Trier
- Themen: Bildung, Geschlechtergerechtigkeit, Integration und Diskriminierung, Bürger- und Menschenrechte
- Zielgruppen: Kinder und Jugendliche
- Ort: Trier
„Wer Kindern früh die Werte von Akzeptanz und Vielfalt mitgibt, sät die Grundlagen für eine gerechtere und offenere Gesellschaft von morgen.“ Queer AG MPG Trier “No one is born hating another person because of the color of his skin, or his background, or his religion. People must learn to hate, and if they can learn to hate, they can be taught to love, for love comes more naturally to the human heart than its opposite.” Nelson Mandela
Die AG „Queer denken!“ des Max-Planck-Gymnasiums Trier engagiert sich seit 2022 für queere Sichtbarkeit, Akzeptanz und Menschlichkeit im Schulalltag. Das Projekt „Bunt wie der Regenbogen“ wurde 2023 als Reaktion auf queerfeindliche Anfeindungen durch Unterstufenschüler*innen ins Leben gerufen. Ziel ist es, frühzeitig Vorurteile abzubauen, Aufklärung zu fördern und einen Safer Space für queere Jugendliche zu schaffen. Kernstück des Engagements ist ein selbst entwickelter Workshop für alle sechsten Klassen. In altersgerechter Sprache vermitteln AG-Mitglieder gemeinsam mit einer Lehrkraft Wissen über Begriffe wie z.B. „schwul“, „lesbisch“, „trans*“ oder „nicht-binär“ und sprechen über Regenbogenfamilien, queere Sichtbarkeit in Trier, queere Prominente und das Thema Outing im Sport. Die AG setzt bewusst auf Peer-to-Peer-Arbeit, um Hemmschwellen zu senken und echte Begegnungen zu ermöglichen. Das Konzept wurde basisdemokratisch in zahlreichen AG-Sitzungen und Arbeitsnachmittagen entwickelt und vom queeren Bildungszentrums SCHMIT-Z professionell begleitet. Jede Workshoprunde wird evaluiert und überarbeitet, um langfristig Wirkung zu erzielen. Regelmäßige Aktionen wie Infostände am IDAHOBIT, Beteiligung an Pride-Veranstaltungen oder die Präsenz am Tag der offenen Tür ergänzen das Engagement im Schulalltag. „Queer denken!“ ist ein kreatives Beispiel dafür, wie Schüler*innen selbst Verantwortung übernehmen, Bildung gestalten und ein diskriminierungssensibles Klima an ihrer Schule fördern. Durch mediale Präsenz, Netzwerkarbeit und Auszeichnungen auf Landesebene ist das Projekt über die Schule hinaus wirksam – und inspiriert andere Schulen in Rheinland-Pfalz.