Stefanie Kneidl

Stefanie Kneidl
Foto: Volker Huntemann
  • Ansprechpartner:in:  Stefanie Kneidl
  • Organisation:  Stefanie Kneidl
  • Themen:  Tierschutz, Umwelt- und Naturschutz
  • Zielgruppen:  Kinder und Jugendliche, Sonstige
  • Ort:  Laufen

Ursprünglich war das Projekt gar nicht so groß geplant, wie es jetzt ist. Ich hab’ einfach mal mit dem Einpflanzen von daheim überschüssigen Blumen angefangen, um dem Artensterben nach meinen Möglichkeiten etwas entgegenzusetzen. Wenn man dann die wachsende Zahl der Insekten sieht, merkt, wie viele Menschen man erreicht und inspiriert und immer mehr Ideen umsetzt, wächst es von ganz alleine – fast wie der Garten!

Stefanie Kneidl

Jeden Tag fand die Gymnasiastin Stefanie Kneidl, dass der Pausenhof ihrer Schule mit seinem grauen Pflaster und den kleinen Flecken Gras ebenso langweilig wie trist ist. Auch bemerkte sie, wie wenig in der Umgebung blüht, wodurch fast keine Schmetterlinge oder andere Insekten mehr anzutreffen sind. Deswegen hat sie 2020 begonnen, spezielle Blühpflanzen einzusetzen sowie Rückzugsorte und Nisthilfen für Insekten zu schaffen. So ist ihr Projekt „Unser Schulgelände wird mit minimalsten Kosten insektenfreundlich!“ entstanden. Nach vielen Stunden gärtnern, gießen, buddeln und bauen ist der Schulhof bunt mit neuen Lebensräumen und verschiedenste Käfer, Bienen und Schmetterlinge schwirren umher. Bis heute hat sie den Garten nicht nur erhalten und in einen Wohlfühlort für die Schulgemeinschaft umgestaltet, sondern auch immer wieder erweitert. Sie nutzte viele Gelegenheiten, ihre Arbeit in Form von Vorträgen und Zeitungsartikeln zu publizieren und das Thema, das ihr am Herzen liegt, möglichst Vielen näherzubringen. Das Projekt soll ein Ausgleich sein – dafür, dass wir Menschen viele Lebensräume zerstört haben. Dafür, dass wir mit Insektiziden um uns werfen und nicht darauf achten, was für eine Kettenreaktion wir auslösen. Gibt es keine Insekten, gibt es keine kleinen Säugetiere und Vögel. Das setzt sich bis zu uns Menschen fort, auch über die Pflanzen, die von uns konsumiert werden und deren Bestäuber aussterben (die Insektengruppe Schmetterlinge sei von 1980 bis 2017 in Bayern um 65 % zurückgegangen, Bay. Akademie für Naturschutz u. Landschaftspflege). Auch wenn ein Schulgarten vielleicht nur ein kleiner Teil dessen ist, was wir unternehmen müssten, so ist er dennoch ein Anfang und ein Beispiel für andere. Ihr Projekt ist, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, eine Wiedergutmachung.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2025