Initiative 19. Februar Hanau

Initiative 19. Februar Hanau
Foto: Protestfotografie.Frankfurt
  • Ansprechpartner:in:  Melanie Wurst
  • Organisation:  Initiative 19. Februar Hanau
  • Themen:  Bildung, Demokratie und Partizipation, Integration und Diskriminierung, Bürger- und Menschenrechte, Soziales
  • Zielgruppen:  Ältere Menschen, Kinder und Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Frauen, Männer, Sonstige
  • Ort:  Hanau

Erinnern heißt verändern.

Melanie Wurst

In der Initiative 19. Februar Hanau engagieren sich Angehörige und Freund*innen der bei dem rechtsterroristischen Anschlag am 19. Feburar 2020 Ermordeten, Überlebende und Unterstützer*innen für vier Ziele: Erinnerung, Aufklärung, Gerechtigkeit und Konsequenzen. Dabei geht es konkret um die Aufklärung der Fehler und Versehen vor, während und nach dem Anschlag, aber auch grundsätzlich um Aufklärung und Engagement gegen Rassismus, ob als Stimmen in der Gesellschaft und den Medien, ob in künstlerischen oder wissenschaftlichen Auseinandersetzungen, ob in Schulen oder in anderen Bildungsformaten. „Nach den rassistischen Morden in Hanau am 19. Februar 2020 haben wir uns auf Mahnwachen, Kundgebungen und Beerdigungen ein Versprechen gegeben: Dass die Namen der Opfer nicht vergessen werden. Dass wir uns nicht allein lassen. Dass es nicht bei folgenloser Betroffenheit bleibt. […]“ Aus dem Gründungstext der Initiative 19. Februar Hanau Dieses Land erinnert seit Hanau anders. Unter #saytheirnames sind die Namen überall zu lesen, es gibt Gedenkorte, Graffiti und Sticker. Wir erinnern an die Opfer, nicht an den Täter. Was bedeutet das Erinnern konkret vor Ort? Hanau ist auch eine Chiffre für rechten Terror und Gewalt, aber eben auch der Ort der Erinnerung und des Lebens. Erinnern heißt verändern. Die Initiative 19. Februar Hanau macht das alles nicht für sich, sondern für die ganze Gesellschaft. Damit andere Eltern, Geschwister, Freund*innen nicht denselben Schmerz erfahren müssen, damit alle in einer solidarischen Gesellschaft leben können. Damit der überall grassierende Rassismus weniger wird. Für das Leben, gegen die Angst.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2025