Der Garten der Erinnerungen

Der Garten der Erinnerungen
  • Ansprechpartner:in:  Sarah Thibol
  • Organisation:  Integrationshaus e.V. und VAMOS Animation
  • Themen:  Integration und Diskriminierung, Wohnen und Nachbarschaft
  • Zielgruppen:  Menschen mit Migrationshintergrund, Sonstige
  • Ort:  Köln
Nominiert von: Dieter Baacke Preis

"Erinnerung - das ist die Fähigkeit, Vergangenes durch Kreatitvität zum Leben zu erwecken. Wir nutzen VR, um Erinnerungen erlebbar zu machen, denen sonst kein Gehör geschenkt wird."

Sarah Thibol

Das Projekt „Der Garten der Erinnerungen“ bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen auf kreative und innovative Weise zusammen. Ziel des Projekts ist es, Erinnerungen an Naturorte aus verschiedenen Ländern künstlerisch in Virtual Reality (VR) sichtbar zu machen und so eine neue, diversitätssensible Form der Erinnerungskultur zu gestalten. Im Rahmen von regelmäßigen Workshops lernten die Teilnehmerinnen, ihre Erinnerungen mit der Open-Source-Software OpenBrush in VR umzusetzen. Ergänzend nahmen sie Audioerzählungen in einer Sprache ihrer Wahl auf, in denen sie die Geschichte hinter ihrem Kunstwerk erzählten. Die so entstandenen virtuellen Pflanzen und Geschichten wurden zu einem kollektiven Garten zusammengefügt, der in Ausstellungen mit VR-Brillen besucht werden konnte - bei Gelegenheit stellen wir weiterhin aus. Besucherinnen spazierten durch diesen virtuellen Garten und hörten die Stimmen und Erinnerungen der Teilnehmer*innen. Das Projekt adressiert das Problem, dass die Erinnerungen und Perspektiven vieler Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrung oft ungehört bleiben. Es schafft einen Raum, in dem diese Stimmen gehört, gesehen und gewürdigt wurden. Gleichzeitig setzte es einen Denkanstoß, wie Erinnerungskultur in einer vielfältigen Gesellschaft neu gedacht werden kann – partizipativ, interkulturell und digital. Innovativ ist „Der Garten der Erinnerungen“, weil es Kunst, Technologie und gesellschaftlichen Diskurs miteinander verbindet. VR wurde hier nicht als isolierte Technik eingesetzt, sondern als inklusives Medium, das Begegnung und Austausch ermöglichte. So entstanden neue Zugänge zur digitalen Welt und zu künstlerischem Ausdruck für Menschen, die bisher kaum Kontakt zu VR hatten.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2025