Youth. Europe. Music. Das Weimarer Dreieck der Jugend - musikalisch belebt
- Ansprechpartner:in: Prof. Dr. Matthias Bahr
- Organisation: Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau, KSW: Arbeitsstelle Menschenrechtsbildung
- Themen: Bildung, Demokratie und Partizipation, Europa und Internationales, Kultur und Musik, Bürger- und Menschenrechte
- Zielgruppen: Kinder und Jugendliche, Sonstige, Ältere Menschen, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Frauen, Männer, LGBTQI+
- Ort: Landau
Karolina Tanśka (Oswiecim/PL): "Das Hambacher Schloss steht am Beginn der Demokratie, ohne die wir kein so schönes Leben hätten, wie wir es heute haben" - SWR vom 14.9.2022 Landrat Dietmar Seefeld (Südliche Weinstraße, D): "Dass heute hier in Auschwitz, am 8. Mai, das trinationale Konzert gespielt wird, das ist ein ganz starkes Zeichen, das unsere Jugend hier gibt." (Projektfilm, 8. Mai 2022
Jugendliche aus Polen, Frankreich und Deutschland geben musikalisch-politische Impulse in die Gesellschaft für Frieden, Demokratie und Völkerverständigung. Dazu suchen sie Erinnerungsorte in den drei Ländern auf, v.a. die Gedenkstätten von Auschwitz, der Maginot-Linie, das Hambacher Schloss und das EU-Parlament in Strasbourg. Damit soll die Gewaltgeschichte in ihrer Bedrängnis gesehen und das Bemühen um eine selbstbestimmte solidarische Gegenwart und Zukunft wahrgenommen werden. Das Wissen um die historischen Kontexte macht urteils- und sprachfähig und schützt vor faktenlosen Verschwörungserzählungen und konstruierten Feindbildern. Die Arbeit an musikalischen Zeugnissen der drei Nationen, in Polen etwa die Hymne der Gewerkschaft ‚Solidarność (Frankreich z.B. „Ma Liberté“, Deutschland z.B. „Die Gedanken sind frei“) legt Schnittmengen offen: In einem Medley werden so sechs Freiheitslieder aus drei Ländern zu einem gemeinsamen Musikstück verwoben, das in den trinational besetzen Konzerten der 60 Jugendlichen mitteilt: „Die Freiheit der Menschen lässt sich nicht unterdrücken. Wir, die Jugend, setzen uns für ein gemeinsame Zukunft ein. Völkerverständigung ist möglich!“ Integraler Bestandteil ist dabei die kreative Auseinandersetzung mit der Europahymne. Auf der Basis eines Textentwurfes von Norbert Lammert suchen die Jugendlichen nach einer jugendgemäßen Textgestalt, die den Stellenwert der EU als Friedens- und Solidaritätsprojekt vertieft. Daraus entstehen weitere Projekte zu Jahrestagen (27.1.; 5.5. dt. frz. Europatag, 8.5.) und führen die Jugendliche auch 2024 und 2025 zu neuen trinational besetzen Konzerten zusammen. Mit der Sprache der Musik, die keine Grenzen kennt, feiern sie öffentlich gelebte Freundschaft zwischen den Nationen – Standing Ovations eingeschlossen!