UKRAINE-Förderlinie
- Ansprechpartner:in: Dr. Martin Hoernes
- Organisation: Ernst von Siemens Kunststiftung
- Themen: Bildung, Europa und Internationales, Kultur und Musik, Integration und Diskriminierung, Soziales, Engagement für Engagement
- Zielgruppen: hilfe- oder pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderungen, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Frauen, Männer, LGBTQI+
- Ort: Berlin
„Wir können den Krieg nicht beenden – aber wir können den Menschen helfen, die ihn erleiden. Wir fördern nicht caritativ, sondern ermöglichen die Arbeit von Fachkräften in ihrem angestammten Metier. Mit der Förderlinie schaffen wir echte Perspektiven für geflüchtete Kolleg*innen und schützen zugleich ukrainisches und europäisches Kulturerbe.“
Die UKRAINE-Förderlinie der Ernst von Siemens Kunststiftung wurde 2022 als unmittelbare Reaktion auf den russischen Angriffskrieg ins Leben gerufen. Sie verfolgt das Ziel, geflüchteten ukrainischen Museumsmitarbeiter*innen und Restaurator*innen in Deutschland entsprechend ihrer Ausbildung Arbeit zu ermöglichen und neue berufliche Perspektiven zu eröffnen, das bedrohte ukrainische Kulturerbe zu schützen und den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und der Ukraine nachhaltig zu fördern. Kern des Engagements ist die finanzielle Unterstützung deutscher Museen und Sammlungen bei der Anstellung geflüchteter ukrainischer Wissenschaftler*innen. Die Geförderten arbeiten aktiv an kunsthistorischen Ausstellungen, Forschungsprojekten oder öffentlichkeitswirksamen Programmen mit – nicht als Symbol oder caritativ verstanden, sondern in tragenden Rollen. Dadurch entstehen neue Formen gelebter Integration im Kulturbetrieb. Die Mitarbeiter und Freundeskreise der beteiligten Museen unterstützen die ukrainischen Kollegen ehrenamtlich bei Wohnungssuche, Ämtergängen, Anmeldung bei Schulen und Kindergärten usw. Darüber hinaus fördert die Förderlinie Ausstellungs- und Restaurierungsprojekte, finanziert Kooperationen zwischen deutschen und ukrainischen Institutionen, unterstützt das Ukraine Art Aid Center beim Schutz beschädigter Kunstwerke und versorgt ukrainische Museen sowie Bibliotheken mit technischer Ausstattung. Das Engagement ist innovativ in seiner Flexibilität: Es reagiert unbürokratisch auf akute Herausforderungen und entwickelt tragfähige Netzwerke für die Zukunft, in der deutsche und ukrainische Institutionen beim Wiederaufbau zusammenarbeiten werden. Es verbindet humanitäre Hilfe mit Kulturerhalt und schafft Räume für Dialog, Zusammenarbeit und gegenseitiges Lernen.