Kinder verstehen (KI)nder

Kinder verstehen (KI)nder
Foto: © LHS Lebenshilfe in der Schule gGmbH / LHS Zukunftswerkstatt
  • Ansprechpartner:in:  Ömer Firat Büyükcoskun
  • Organisation:  LHS Lebenshilfe in der Schule gGmbH
  • Themen:  Bildung, Demokratie und Partizipation, Soziales, Sonstiges
  • Zielgruppen:  Kinder und Jugendliche
  • Ort:  Berlin
Nominiert von: Dieter Baacke Preis

Wir wollten nicht nur über KI sprechen, sondern Kinder erleben lassen, wie digitale Wirklichkeit entsteht. Wenn Kinder selbst recherchieren, einen Chatbot bauen und falsche Antworten entlarven, merken sie: Ich bin dem Netz nicht ausgeliefert. Ich kann es verstehen, gestalten und für andere Kinder besser machen. Zitierte Person Ömer Fırat Büyükcoşkun

Ömer Firat Büyükcoskun

Die LHS Zukunftswerkstatt entwickelte mit Schülerinnen der 6. Klasse der Andersen-Grundschule in Berlin das Projekt „Kinder lernen von (KI)ndern“. In einer neunteiligen AG erforschten die Kinder Cybermobbing, soziale Medien, Datenschutz, digitale Sicherheit, digitale Gesundheit und rechtliche Fragen im Netz. Sie recherchierten mit kindgerechten Quellen wie fragFINN, sammelten Ergebnisse auf Padlet und gestalteten mit Canva einen Internet-Sicherheits-Flyer für Mitschülerinnen. In einem „Fake-Bot-Duell“ prüften sie zwei KI-Chatbots, von denen einer absichtlich falsche Antworten gab. So erfuhren sie unmittelbar, warum KI-Antworten nicht blind übernommen werden dürfen. Anschließend entwickelten sie mit Mizou einen eigenen Internet-Sicherheits-Chatbot für die Schule: mit Wissensbasis, Regeln, Begrüßungstext, Namen und einem kindgerechten Antwortstil. Besonders am Engagement ist, dass Kinder nicht Zielgruppe bleiben, sondern selbst zu Expertinnen, Produzentinnen und Multiplikator*innen werden. Das Projekt reagiert auf eine Lücke im Schulalltag: Viele Kinder nutzen TikTok, YouTube, Messenger und KI, aber selten gibt es einen Raum, in dem sie diese digitale Umgebung kritisch, kreativ und praktisch begreifen. Am Ende standen zwei nutzbare Produkte für die Schulgemeinschaft und ein neues Selbstverständnis: Kinder können digitale Bildung für andere Kinder gestalten.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2026