Rwanda AG des Staatlichen Eifel-Gymnasiums Neuerburg mit dem Projekt "Youth for YOUth"

Rwanda AG des Staatlichen Eifel-Gymnasiums Neuerburg mit dem Projekt "Youth for YOUth"
Foto: Helena Diederich
  • Ansprechpartner:in:  Michael Ambros
  • Organisation:  Staatliches Eifel-Gymnasium Neuerburg, z.H. Rwanda-AG
  • Themen:  Bildung, Demokratie und Partizipation, Engagement für Engagement, Europa und Internationales, Integration und Diskriminierung, Bürger- und Menschenrechte
  • Zielgruppen:  Kinder und Jugendliche
  • Ort:  Staatliches Eifel-Gymnasium Neuerburg

"Afrika ist ein armes Land" (Lasse, Klasse 5f) - Diese Aussage eines Fünftklässlers hat uns bei der Durchführung unseres Projekts vor Augen geführt, wie tief Fehlvorstellungen und Vorurteile in unseren Köpfen verankert sein können. Diese Klischees wollen wir gezielt aufbrechen und zeigen: Wer wirklich hinschaut, verändert seine Perspektive und kann auch andere dazu anregen, tiefgreifende Denkmuster zu hinterfragen und dafür sorgen, dass wir uns alle auf unserer EINEN Welt besser verstehen!

Michael Ambros

„Youth for YOUth“ ist ein SchülerInnen-Projekt, das in Schulklassen verschiedener Altersstufen und Schulformen bestehende Vorurteile über den afrikanischen Kontinent aufzeigt und mit quellenbasiertem Fachwissen gegen bestehende (Fehl-)Vorstellungen sowie Falschmeldungen und KI-Fehlinformationen vorgeht. Das Ziel ist es, interkulturelles Wissen zu vermitteln, Klischees am Beispiel Afrikas aufzubrechen und ein gegenseitiges Verständnis unserer einen Welt zu fördern. Ein Podcast fasst die Ergebnisse adressatengerecht zusammen und stellt so ein Herzstück des Projekts dar. Das Projekt leistet so einen Beitrag zur BNE im Sinne des Globalen Lernens und stärkt zentrale Kompetenzen wie Perspektivenwechsel, kritische Medienkompetenz und die Reflexion von Machtverhältnissen, globalen Abhängigkeiten und Stereotypen. Die Wirkung des Projekts übersteigt den schulischen Rahmen, indem Jugendliche dazu befähigt werden, dominante Bilder, Informationsquellen und gesellschaftliche Deutungsmuster kritisch zu analysieren und ein differenziertes und reflektiertes Weltverständnis zu entwickeln. Die selbstständige Erstellung und Auseinandersetzung mit dem Projekt fördert und fordert Handlungskompetenz und Eigenengagement der Jugendlichen in einem Peer-to-Peer-Ansatz: Die Teilnehmenden tragen ihre Erkenntnisse in Familie, Freundeskreis und schulisches Umfeld weiter und wirken so als MultiplikatorInnen. Langfristig trägt der Beitrag zu einem sachlicheren, faktenbasierten öffentlichen Diskurs bei.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2026