Netzwerk Brückenschlag mit dem Angebot Familien-SCOUT: Unterstützung für Familien mit minderjährigen Kindern bei denen Mutter oder Vater an Krebs erkrankt sind
- Ansprechpartner:in: Petra Stoschek
- Organisation: Kooperation des Caritasverband Aachen Stadt und Aachen Land e.V. und des CIO (Centrum für integrierte Onkologie) der Uniklinik RWTH Aachen
- Themen: Gesundheit, Soziales
- Zielgruppen: Kinder und Jugendliche, hilfe- oder pflegebedürftige Menschen, Frauen, Männer, Sonstige
- Ort: Aachen
Wenn Mutter oder Vater an Krebs erkrankt, betrifft das die ganze Familie. Wir setzen uns dafür ein, dass die Bedürfnisse und Sorgen der Eltern und Kinder gesehen werden und Familien die Unterstützung erhalten, die sie wirklich brauchen. Unser Leitsatz lautet: Gemeinsam einen guten Weg finden! So wollen wir dazu beitragen, dass Kinder trotz dieser belastenden Situation gesund und gestärkt aufwachsen können.
Eine Krebsdiagnose belastet die ganze Familie. Kinder erleben Unsicherheit, Eltern stehen vor emotionalen, organisatorischen und finanziellen Herausforderungen. Das Netzwerk Brückenschlag hat das Ziel die Versorgung von Familien mit minderjährigen Kindern in denen Mutter oder Vater an Krebs erkrankt sind, nachhaltig zu verbessern. Im Mittelpunkt steht das Angebot Familien-SCOUT. Speziell geschulte Fachkräfte begleiten und beraten als feste Ansprechperson Familien aufsuchend und bedarfsorientiert – auch über den möglichen Tod eines Elternteils hinaus. Sie unterstützen bei der Bewältigung des veränderten Alltags, vermitteln passgenaue Informationen, fördern die Kommunikation in der Familie und befähigen Eltern dabei, ihre Kinder altersgerecht einzubeziehen. Sie helfen den Familien sich bei passenden Unterstützungsangeboten anzubinden. Ergänzt wird die Begleitung durch Gruppenangebote, Informationsveranstaltungen und Familienaktivitäten. Besonderes Merkmal ist die enge Zusammenarbeit von Gesundheitswesen und Jugendhilfe: Uniklinik, Caritas, Jugendämter, Krankenkassen und weitere Partner haben gemeinsam eine innovative Versorgungsstruktur geschaffen. Die Wirksamkeit dieses Ansatzes wurde wissenschaftlich nachgewiesen. Auf dieser Grundlage empfahl der Gemeinsame Bundesausschuss 2024 die Überführung in die Regelversorgung der GKV. Derzeit entwickeln Arbeitsgruppen Umsetzungswege mit dem Ziel, das diese Unterstützung langfristig bundesweit betroffenen Familien zugänglich ist.