Bündnis Solidarisches Pirna
- Ansprechpartner:in: Imke Günther
- Organisation: Bündnis Solidarisches Pirna
- Themen: Demokratie und Partizipation, Engagement für Engagement, Integration und Diskriminierung, Bürger- und Menschenrechte, Umwelt- und Naturschutz
- Zielgruppen: Kinder und Jugendliche, Frauen, Männer, LGBTQI+
- Ort: Pirna
„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“ (Václav Havel)
In Pirna agiert seit 1990 eine gut organisierte, extrem rechte Szene. Seit 2024 hat Pirna einen von der AfD aufgestellten OB und eine rechtskonservative Mehrheit im Stadtrat (AfD und Freie Wähler). Seit dem sind viele negative Veränderungen spürbar – Streichung finanzieller Mittel für demokratische Projekte (z.B. Markt der Kulturen), Verbot der Regenbogenfahne am Rathaus und Vergleich dieser mit der Hakenkreuzfahne, Entscheidungen auf Kosten der Ökologie (z.B. gelockerte Baumsatzung), Verweigerung der Feierstunde zum 75. Grundgesetzjubiläum u.a. Diesen Veränderungen tritt das Bündnis in Eigeninitiative oder unterstützend mit öffentlichen Aktionen entgegen: Kundgebungen gegen das Erstarken rechter Kräfte; Erinnerungsarbeit – Gedenken am 27.1. und am 8.5., Erneuern der Gedenkspur für die auf dem Pirnaer Sonnenstein ermordeten Menschen; Unterstützung des CSD Pirna; Unterstützung der Ausstellung „Es ist nicht leise in meinem Kopf“, nachdem diese im Landratsamt Pirna untersagt wurde; Hissen der Regenbogenfahne am Turm der Marienkirche; Pflanzung eines Baumes; Beteiligung am Picknick „Pirna is(s)t zusammen“. Das Bündnis verbindet und unterstützt verschiedene Menschen und Akteure und bietet einen Rückzugsort für diejenigen, die für ein offenes und tolerantes Pirna einstehen wollen. Besonderheit und zugleich Herausforderung ist die Verschiedenheit und Vielfalt der Menschen im Bündnis. Es gibt einen Lernprozess, sowohl auf organisatorischer als auch auf zwischenmenschlicher Ebene.