AntiAnti - Prävention von Online-Radikalisierung
- Ansprechpartner:in: Lara Niederberger
- Organisation: medialepfade.org - Verein für Medienbildung e. V.
- Themen: Bildung, Demokratie und Partizipation, Integration und Diskriminierung, Bürger- und Menschenrechte
- Ort: Berlin
Wir begreifen soziale Medien als Lebenswelt, Informationsquelle und Raum für politische Meinungsbildung von Jugendlichen. Zudem sind sie ein Werkzeug mit denen junge Menschen ihre Stimmen in unserer Gesellschaft hörbar machen können. Deshalb ist unser Ansatz die produktive Arbeit mit diesen Medien. Unser Ziel ist es, Jugendliche zu mündigen Nutzer*innen dieser Medien zu machen und sie gleichzeitig dazu zu befähigen, selbst Inhalte zu gestalten und zu verbreiten.
Bei ihren Social-Media-Aktivitäten stoßen Jugendliche nicht nur auf Verschwörungserzählungen, sondern auch auf andere Ausprägungen von Rechtsextremismus, Antisemitismus und radikalem Islamismus, die online verbreitet werden. Hier setzt das Projekt AntiAnti an, indem es Workshops und Fortbildungen anbietet, die an den medialen Lebenswelten junger Menschen anknüpfen. Ziel des Projekts ist es, Jugendliche in Präsenz- und Online-Formaten für Ideologien der Ungleichwertigkeit im Netz zu sensibilisieren und mit ihnen Strategien für die aktive Auseinandersetzung mit diesen zu entwickeln. AntiAnti richtet sich mit den Workshops an Gruppen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowohl innerhalb als auch außerhalb des schulischen Umfelds. Es kombiniert innovative medienpädagogische Formate mit Inhalten der politischen Bildungsarbeit. Dieser neuartige Ansatz der Präventionsarbeit greift die aktuellen Online-Strategien rechtsextremer und islamistischer Akteur*innen auf und setzt gleichzeitig an den Mediennutzungsgewohnheiten der Jugendlichen an. Neben der Primärprävention in der direkten Arbeit mit Jugendlichen, ist der zweite Pfeiler des Projekts die Durchführung von Fortbildungen für die Zielgruppe der pädagogischen Fachkräfte. Ziel hierbei ist es, grundlegendes Wissen über die Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Online-Radikalisierung, sowie pädagogische Handlungsoptionen zu vermitteln. Die Multiplikator*innen werden so befähigt selbst präventiv zu arbeiten.