Die Schule gegen Sexismus  

Ein Projekt von Pinkstinks ist die “Schule gegen Sexismus”, für das der Verein 2022 mit dem Deutschen Engagementpreis ausgezeichnet wurde. Schule ist hier als eine Art "Volkshochschule Online" zu verstehen. In kurzen, leicht verständlichen Videos macht er feministische Themen für alle verständlich – mit Humor und Charme.   

Seit mehr als zehn Jahren leistet Pinkstinks anerkannte Arbeit zu gesellschaftlich wichtigen Themen. Dennoch ist die Finanzierung unsicher. Da die aktuelle Förderung Ende Juli 2023 endet, ist der Verein mehr denn je auf Spenden von Privatpersonen und Unternehmen angewiesen. Dabei ist Sexismus ein Thema mit großer gesellschaftlicher Tragweite. Geschäftsführerin Ariane Lettow erläutert: “Wir brauchen gerade auf politischer Ebene viel mehr Bewusstsein dafür, wie wichtig Präventionsarbeit zu Sexismus ist. Wir brauchen größere Budgets für Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsarbeit. Wenn wir hier nicht sinnvoll investieren, haben wir auf längere Sicht viel höhere Kosten zu tragen, um die Schäden wieder auszugleichen.”

Wir machen die Erfahrung, dass es wirklich sinnvoll ist, mit Sensibilisierung rund um Diskriminierung so früh wie möglich zu beginnen und sehen immer wieder, dass mit vergleichsweise wenigen Mitteln viel erreicht werden kann.

Ariane Lettow, Geschäftsführerin, Foto: Pinkstinks Germany

Allianzen schützen vor Anfeindungen

Eine weitere Herausforderung sind Anfeindungen. Nicht nur für Pinkstinks ein großes Problem, auch viele andere Organisationen und Vereine sind davon betroffen. Lettow rät dazu, Allianzen zu bilden: “Wir brauchen eine breite Bewegung und gute Netzwerke, um uns gemeinsam schützen zu können. Dass das aber überhaupt nötig ist, darf so nicht bleiben. Es muss einen starken politischen Willen geben, Menschen, die sich gegen Diskriminierung einsetzen, besser zu schützen. Gleichzeitig möchten wir allen Menschen, die Ressourcen dafür haben, zurufen: Mischt euch ein! Teilt euer Know-how! Unterstützt Gruppen und Akteur*innen, die sich für eine gerechtere Gesellschaft einsetzen! Und spendet, wenn ihr könnt!” Pinkstinks ist davon überzeugt, dass alle von Geschlechtergerechtigkeit profitieren und will so Sexismus und sexualisierter Gewalt entgegenwirken.

So früh wie möglich auf das Thema Diskriminierung aufmerksam machen

Einen großen Wirkungshebel sieht Pinkstinks bei der Bildungsarbeit in Kitas und Schulen. Mit ihrem Arbeitsheft zu Sexismus stoßen sie auf große Nachfrage. Und auch die Theaterprojekte und eine Broschüre, die sich direkt an Eltern und Erziehende wendet, zeigen Erfolge. “Wir machen die Erfahrung, dass es wirklich sinnvoll ist, mit Sensibilisierung rund um Diskriminierung so früh wie möglich zu beginnen und sehen immer wieder, dass mit vergleichsweise wenigen Mitteln viel erreicht werden kann,” erzählt Ariane Lettow.

Das Kernteam zu dem sieben Menschen in Teilzeitarbeit gehören, wird unterstützt von vielen Ehrenamtlichen. Ariane Lettow weiß, dass Pinkstinks ohne deren Unterstützung so nicht möglich wäre: “Wir haben so viele engagierte Menschen an unserer Seite, die unsere Themen in ihrem Umfeld verbreiten und ganz konkret mithelfen, Sexismus die Stirn zu bieten. Unser Glück darüber und unsere Dankbarkeit können wir gar nicht in Worte fassen. Es ist so bestärkend, Teil einer so tollen und wichtigen Bewegung zu sein und wir wollen alle herzlich dazu einladen, sich uns anzuschließen!”   

Zur Website von Pinkstinks

Oops, an error occurred! Code: 202602171105476ca35ff7